Super Saftladen

»Nach dem Ende meiner Ausbildung hatte ich das Gefühl, dass ich etwas Neuesprobieren wollte. Der Obstanbau war mein Ziel und ich habe mich gefragt: Wie gedeihen Äpfel am Berg, auf fast 1.000 Metern? Von Natur aus wachsen sie eher im Tal“, erinnert sich Thomas Kohl an seine Anfänge zurück. Mutige Schritte hat er bisheute gesetzt und seinen landwirtschaftlichen Betrieb, in dem sein Großvater und Vater Viehwirtschaft betrieben hatten, komplett auf den naturnahen Apfelanbau umgestellt.

Und es hat funktioniert! Auf dieser Seehöhe wo Unterinn am Ritten liegt, spricht man offiziell von Bergäpfeln. Reben sind hier nicht mehr zu finden, aber die Bergäpfel gedeihen prächtig. Sie mögen die intensivere Sonneneinstrahlung und den kühlen Wind, der am Abend von den Berggipfeln heruntersaust. Sie entwickeln ein interessantes „Zucker-Säure Spiel“, das einzigartig ist.

Der Apfelanbau allein, war Thomas Kohl doch zu wenig. Er wollte etwas Anderes, Besonderes, Eigenes machen. Da lag es nahe, über den Gartenzaun hinauszuschauen - oder besser - hinunter ins Tal. Dorthin, wo in Südtirol Wein wächst. Wer genau schaut - so wie Thomas Kohl es getan hat - dem fällt auf: Vieles ist ähnlich bei Trauben und Äpfeln, bei Sorten und Lagen. Und so hat der Südtiroler aus dem schlichten Massengetränk Apfelsaft, etwas ganz Besonderes gemacht.

Er presst Äpfel sortenrein, füllt den Saft in elegante Flaschen. Solch ein edles Getränk kippt man nicht einfach als Durstlöscher hinunter oder mischt es zur Schorle. Man darf es genießen, gut gekühlt bei acht bis zehn Grad und im adäquaten Glas. 

Vieles musste Thomas Kohl als Pionier selbst herausfinden. Auf der Suche nach den geeigneten Sorten für den Anbau am Berg, nach den besten "Cuvées" (den Essencen) und nach erstklassiger Qualität hat er viel herumprobiert. Und er probiert weiter.

Obst im Höhenrausch mit süßer Frucht und gleichzeitig viel Säure!